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SELK



Hauptthema: Strukturreform

Berlin, 20.4.2017 - selk - In den Räumen der Gemeinde Zum Heiligen Kreuz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Wilmersdorf tagte kürzlich die Synode des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der SELK. Nach der Eröffnung durch Superintendent Peter Brückmann (Berlin-Wedding) und der Verpflichtung der Synodalen wählte die Synode Markus Seltmann (Berlin-Mitte) als Präses und Gudrun Cordes (Berlin-Neukölln) als Beisitzerin. Vor der Synode gab Brückmann seinen Jahresbericht. In seinem Bericht zeigte er sich dankbar für die kompetente Unterstützung durch den Bezirksbeirat und die zahlreichen Aktivitäten anlässlich des 500-jährigen Reformationsgedenkens in diesem Jahr. Auf einige Gemeinden ging der leitende Geistliche gesondert ein und stellte ihre je eigenen Besonderheiten und Herausforderungen heraus. Nach der Aussprache folgten Berichte der verschiedenen Beauftragten, die teilweise schriftlich vorab den Synodalen zugänglich gemacht worden waren.

In das Thema der Synode - Veränderungen im Kirchenbezirk von der Gemeinde her - führte der Superintendent selbst ein. Die Kirche bestehe nicht in äußeren Formen - auch nicht durch ihre Kirchgebäude und Pfarrhäuser. Das, was die Kirche ausmache, seien das Wort des lebendigen Gottes und die gerufenen Glaubenden. Mit deutlich weniger Pfarrern müsse der Kirchenbezirk auskommen. In den kommenden drei bis sechs Jahren würden sechs Pfarrer in den Ruhestand versetzt werden, davon seien acht Gemeinden im Kirchenbezirk betroffen: "Was ist mit immer den gleichen Gottesdienstzeiten? Können diese künftig gehalten werden? Ist ein Lektorengottesdienst ein Gottesdienst zweiter Klasse?", fragte Brückmann. Gewohnte Gottesdienstzeiten und bewohnte Pfarrhäuser hätten ihre Berechtigung, aber sie machten nicht Kirche zur Kirche. Christus sei präsent in den Gemeinden. Beichte und Abendmahl sollten weiterhin durch Pfarrer gewährleistet werden. Ziel der Themenstellung sei die Beschäftigung damit, wie mit den Veränderungen im Kirchenbezirk angemessen umgegangen werden könne.

Am zweiten Tag setzte die Synode ihre Beratungen zum Synodalthema in fünf Arbeitsgruppen fort. Dabei hielten die Synodalen fest, dass nötige Standards - wie beispielsweise regelmäßiger sonntäglicher Gottesdienst, mindestens einmal monatlicher Sakramentsgottesdienst, Kinderunterricht und lückenlose Erreichbarkeit eines Seelsorgers - gewährleistet werden müssten. Hingewiesen wurde jedoch auch auf schon praktizierte und bewährte Möglichkeiten - wie die Verlagerung von Mitarbeit und Verantwortung an den Kirchenvorstand oder andere Mitarbeitende, regelmäßige Lektorengottesdienste und Gemeindebesuche. Auch Befürchtungen wurden geäußert und deutlich kommuniziert. Weniger Möglichkeiten, das Abendmahl empfangen zu können, wechselnde Gottesdienstzeiten, der fehlende Seelsorger vor Ort und die Verkümmerung des gemeindlichen Lebens wurden genannt. Aber auch die Angst vor dem Neuen, die Mehrbelastung, die auf die Gemeindeglieder zukommen wird, und dass dominante Gemeindeglieder sich in den Vordergrund stellen, sind Sorgen der Synodalen. So wurden auch verschiedene Wünsche und Bitten an die Kirchenleitung und den Bezirksbeirat formuliert.

Ein wesentlicher Themenbereich auf der Synode waren auch die Finanzen; er wurde vom Bezirksrendanten Friedrich Kaufmann (Velten) vorgestellt. Mit Gebet und Segen beendete Superintendent Brückmann die Synode.
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