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SELK: Synode des Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen

Wuppertal, 15.4.2017 - selk - Auf der kürzlich in Wuppertal durchgeführten zweiten Bezirkssynode des noch jungen Kirchenbezirks Rheinland-Westfalen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) konnte Superintendent Burkhard Kurz (Dortmund) ein erstes positives Fazit ziehen. Das Zusammengehen sei gut gelungen, sagte er auf der Tagung vor rund 40 Synodalen. Der Kirchenbezirk hat sich 2016 aus den ehemals selbstständigen Bezirken Rheinland und Westfalen zusammengeschlossen. Zudem sei ein Wachstum in sechs der insgesamt 16 Kirchengemeinden zu verzeichnen, was insbesondere an den Taufen von Iranern liege. "Wir sehen bei uns eine Entwicklung, die auch in der Gesamtkirche zu verzeichnen ist: Überall, wo wir offen und einladend gegenüber Menschen sind, die in unserer Mitte den Kontakt zu Kirche und Glauben suchen, können wir wachsen", sagte Kurz in seinem Bericht. Herausfordernd bleibe die Gestaltung der Zukunft. Hier votierte der leitende Geistliche dafür, miteinander im Kirchenbezirk Perspektiven zu entwickeln. Nur gemeinsam könnten die Gemeinden gestärkt in die Zukunft gehen. Eine Vernetzung untereinander sei notwendig, "ansonsten vereinsamen wir und sind auf uns selbst zurückgeworfen", formulierte er eindringlich. Eine Zukunftsfrage sei, wie das Gemeindeleben auch mit weniger Pfarrern angemessen gestaltet werden könne. Hintergrund ist die geplante Reduzierung der Pfarrstellen im Kirchenbezirk Rheinland-Westfalen von derzeit 17 auf 14 bis 2022.

SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) referierte auf der Bezirkssynode zum Thema "200 Jahre Union und Kirchwerdung selbstständiger evangelisch-lutherischer Kirchen". Dabei stellte er der Bezirkssynode den Entwurf eines "Briefes an die Gemeinden" vor, in der die SELK und die Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) gemeinsame Einsichten formulieren. Angestoßen wurde dieses Papier durch das 500-jährige Gedenken der Reformation sowie die 200. Wiederkehr des Aufrufes zur lutherisch-reformierten Union in Preußen im laufenden Jahr. Darin gestehen beide Seiten, SELK und UEK, ihre Schuld, die sie in der Geschichte ihrer Kirchen und Vorgängerkirchen aneinander begangen haben und bitten einander um Vergebung. Bischof Voigt hofft auf eine "heilende Wirkung", die von diesem Papier für das Miteinander ausgehen möge. "Wir müssen eine Zäsur setzen, um uns nicht für immer die Schuld der Vergangenheit vorzuwerfen", sagte er. Das Papier wird den Kirchengemeinden nach einer noch zu beschließenden endgültigen Annahme durch gesamtkirchliche Gremien voraussichtlich zum Ende des Jahres zugehen.
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