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SELK-Gemeinde feiert mit Gästen

Sangerhausen, 16.5.2017 - selk - Mehr als 130 Besucherinnen und Besucher erlebten am vergangenen Samstag die Weihe einer neuen Orgel in der Marienkirche Sangerhausen mit. In einer Andacht im Rahmen der 15. Nacht der offenen Kirchen in Sangerhausen wurde das Instrument in Dienst gestellt. Die kleine Orgel mit drei Stimmen, im Kern aus dem 19. Jahrhundert, stammt aus der ehemaligen Kapelle des Stifts St. Spiritus, die 1972 abgerissen worden war. Sodann diente sie bis 1993 der Evangelischen Kirchengemeinde St. Jacobi in der Kirche und im Gemeindehaus und war später in den Dörfern Rottleberode und Stempeda im Südharz im Gebrauch, zuletzt allerdings wegen der hohen Feuchtigkeit des Gebäudes nicht mehr nutzbar. Auf Initiative von Kantorin i. R. Hanne-Lore Friedrich wurde das Instrument für die Marienkirche Sangerhausen zurückgewonnen. Der Sangerhäuser Orgelbauer Ernst-Albrecht Wahl restaurierte die kleine Orgel von Grund auf und versah sie mit neuer Mechanik und neuem Gehäuse. Die Kosten wurden durch eine Reihe von Benefizkonzerten sowie durch Spenden aus der ganzen Stadt aufgebracht.

Nachdem der gebürtige Sangerhäuser Egbert Funda vom Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera mit der Sarabande d-Moll für Violine solo von Johann Sebastian Bach die Andacht eröffnet hatte, weihte Pfarrer Markus Fischer (Leipzig) als Vakanzvertreter für die Gemeinde Sangerhausen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) die Orgel mit Gottes Wort, Gebet und Segen, damit sie zur Ehre Gottes spiele, den Glauben fördere und die Herzen erfreue und tüchtig mache, Gott zu loben. Darauf stimmte die große Gemeinde mit dem Lied "Nun danket alle Gott" in das Gotteslob ein. In kurzen Bach-Sätzen stellte Hanne-Lore Friedrich die einzelnen Register vor und zeigte zusammen mit Egbert Funda in Kompositionen von Carl Philipp Emmanuel Bach und Antonio Vivaldi für Violine und Orgel die vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes als Begleitinstrument auf. Mit zwei Klezmer-Titeln nach dem Segen klang die Andacht aus. Den beiden Musizierenden und dem Orgelbauer wurde mit Applaus und Blumen überaus herzlich gedankt.

Die Marienkirche Sangerhausen, im Jahr 1367 erstmals urkundlich erwähnt, blickt in diesem Jahr auf 650 Jahre des Bestehens zurück. Bis zur Einführung der Reformation 1539 in Sangerhausen Vorstadtkirche, dann 300 Jahre lang Friedhofskirche, wird die Kirche seit 1858 von der Gemeinde der SELK gottesdienstlich genutzt.

Seit 2006 ist die Kirche Eigentum der Stadt. In diesem Jahr soll sie in einem Gemeinschaftsprojekt des Kulturvereins Armer Kasten e. V., des Vereins für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung e. V. und der Gemeinde der SELK in Zusammenarbeit mit der Stadt vier neue Glocken erhalten. Dabei sollen zwei Glocken am 19. August vor Ort an der Marienkirche gegossen werden. Am 31. Oktober, zum 500-jährigen Gedenken der Reformation, soll das Geläut zum ersten Mal vom Turm erklingen. Ein Benefizkonzert für den Glockenguss ist für Sonntag, 21. Mai, 16 Uhr mit dem Erwachsenenchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums geplant, ein weiteres für den 17. September.
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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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