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SELK


Gute Beziehungen zur SELK in diakonischer Arbeit

Berlin, 28.7.2010 - selk - Diakonie-Präsident i.R. Professor Dr. Dr. h.c. 
Theodor Schober ist am Montag dieser Woche im Alter von 91 Jahren 
verstorben. Von 1963 bis 1984 war er Präsident des Diakonischen Werkes der 
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In seiner 21-jährigen Amtszeit 
hat er die Struktur des Diakonischen Werkes entscheidend geprägt und sich 
sowohl in den evangelischen Landes- und Freikirchen als auch in Politik und 
Öffentlichkeit ein hohes Ansehen erworben. Auch in der Selbständigen 
Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und deren Diakonie, zu der Schober in 
mancherlei Beziehungen stand, hatte und hat der Verstorbene einen 
ausgesprochen positiven Ruf. SELK-Altbischof Dr. Diethardt Roth (Melsungen), 
der zurzeit als Stellvertreter die Aufgaben des Diakoniedirektors wahrnimmt, 
würdigte gegenüber selk_news die hohen Verdienste Schobers um verschiedenste 
Arbeitsfelder der Diakonie.

"Theodor Schober prägte die entscheidende Phase des Ausbaus des Diakonischen 
Werkes im expandierenden westdeutschen Sozialstaat und führte Innere Mission 
und Hilfswerk endgültig zusammen", würdigte Klaus-Dieter Kottnik, der 
Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, den Verstorbenen. Er war einer 
der bekanntesten kirchlichen Sozialpolitiker und hat die Diakonie bis zum 
Ende seiner Amtszeit zu einem der größten Anbieter sozialer Dienstleistungen 
in Deutschland mit damals 270.000 Beschäftigten ausgebaut, so Kottnik 
weiter. Hoch geachtet wurde Schober wegen seiner Integrationskraft. In der 
Ökumene wirkte er als "Brückenbauer" vor allem zur Caritas und zu den 
Kirchen in Ostdeutschland. Nachdrücklich bemühte er sich um die 
Eingliederung der seit Anfang der sechziger Jahre nach Deutschland 
gekommenen ausländischen Arbeitnehmer.

Schober wurde 1918 in Zirndorf (Bayern) als Pfarrerssohn geboren. Schon vor 
Beginn seines Theologiestudiums, das er in Tübingen und Erlangen 
absolvierte, erlebte er Kriegsdienst und Gefangenschaft. Nach Vikariat und 
Pfarramt in Erlangen war er von 1955 bis 1963 Rektor des 
Diakonissenmutterhauses im mittelfränkischen Neuendettelsau, bevor er 1963 
zum Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD berufen wurde. 1969 erhielt 
er die theologische Ehrendoktorwürde der Universität Seoul, 1980 wurde ihm 
der Professorentitel von der baden-württembergischen Landesregierung 
verliehen. 1983 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Von 1984 bis 1991 war 
er Beauftragter des Rates der EKD für die Seelsorge an den deutschen 
Kriegsverurteilten in ausländischem Gewahrsam, von 1979 bis 1988 Präsident 
des Internationalen Verbandes für Innere Mission und Diakonie.
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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK - Diakonie /
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