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Bezirkssynode des Kirchenbezirks Lausitz der SELK tagte

Dresden, 20.3.2017 - selk - Im Kirchenbezirk Lausitz, dem mit sechs Pfarrbezirken und dem Rektorat im Gubener Naëmi-Wilke-Stift kleinsten Kirchenbezirk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), tritt die Bezirkssynode alle zwei Jahre zusammen. Sie versammelt die Gemeindedelegierten, die Mitglieder des Bezirksbeirates, die sieben Pfarrer, sowie die Beauftragten des Kirchenbezirkes in den Bereichen Finanzen, Mission, Kirchenmusik, Kindergottesdienstarbeit, Diakonie und Jugendarbeit.

Die Synode tagte am 17. und 18. März in den Räumen der Dreieinigkeitsgemeinde in Dresden. Als Gast der Synode war Pfarrer Hugo Gevers aus Leipzig eingeladen worden, der dort als Missionar der Lutherischen Kirchenmission (LKM) der SELK das Stadtteilprojekt "Die Brücke" leitet. Er hielt im Synodalgottesdienst die Predigt. Im Anschluss berichtete er aus seinen Erfahrungen mit Geflüchteten unter der Überschrift: "Flüchtlinge in Deutschland: Wie geht es den Flüchtlingen mit uns? Wie geht es uns mit den Flüchtlingen? ,Die Brücke' in Leipzig und die Erfahrungen in der Persermission." Der anschauliche Vortrag gab Einblicke in einen Ausschnitt der Wirklichkeit Deutschlands aus dem Blickwinkel der seit rund 10 Jahren bestehenden Arbeit der LKM unter zumeist iranischen Migranten in Leipzig.

Die Synodaltagung fand am Samstag unter der Leitung des Präsidiums von Rektor Pastor Stefan Süß (Guben) und Kathrin Marsch (Weigersdorf) aus dem Bezirksbeirat statt. Neben den Berichten aus den verschiedenen Aufgabenbereichen stand für die Synodalen zunächst die Entlastung des Bezirksbeirates für die Haushaltsjahre 2015 und 2016 an, die erteilt wurde.

Der Bericht des Superintendenten Michael Voigt (Guben) würdigte im Rückblick die kontinuierliche Entwicklung des Kirchenbezirks Lausitz in den letzten Jahren. Er ist 2016 um 40 Kirchglieder gewachsen, was zu Dreivierteln auf die Arbeit mit Geflüchteten in den Gemeinden zurückzuführen ist, deren größte, fast 20-köpfige Gruppe sich in Chemnitz versammelt und von Pfarrer Stefan Dittmer von Dresden aus betreut wird. Als einen möglichen Grund für das sonstige Wachstum vermutete der Superintendent mit den erfassten Zahlen von 16 % Gästen in den Gottesdiensten der Gemeinden an den drei Zählsonntagen 2016 die Offenheit in den Gemeinden gegenüber Gästen, die weiter einzuüben sei. Bemerkenswert sei auch, dass 40 % der Gemeindeglieder an den drei Sonntagen unter 40 Jahre alt gewesen seien.

Der Kirchenbezirk konnte den Umlageverpflichtungen der Allgemeinen Kirchenkasse der SELK gegenüber in den letzten Jahren ohne Kürzungen nachkommen, und das seit 2013 bei jährlichen Steigerungssummen um 5 %. Die Umlage des Kirchenbezirks liegt derzeit bei rund 300.000 Euro. Dankbar verzeichnet der Kirchenbezirk, dass zurzeit alle Pfarrstellen besetzt sind. In der Perspektivplanung der Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten soll jedoch bis 2022 eine Pfarrstelle im Kirchenbezirk eingespart werden. Dieser Plan und auf der anderen Seite unklare Formulierungen in den Ordnungen des Kirchenbezirkes führten zu engagierten Debatten auf der Synode.

Der Bericht des Propstes Gert Kelter (Görlitz) informierte die Synodalen über die gesamtkirchliche Entwicklung der zurückliegenden beiden Jahre. In einem eigenen Tagesordnungspunkt berichtete Kelter über den Vorbereitungsstand für den 9. Kirchentag der SELK 2018 in Erfurt und lud dazu ein.

Eine Reihe von Wahlen fanden statt. Im Bezirksbeirat wurde die Mitarbeit durch den Stellvertreter des Superintendenten, Pfarrer Hinrich Müller (Cottbus), verlängert. Die Synode wählte außerdem auf Vorschlag des JugendMitarbeiterGremiums Pfarrer Benjamin Rehr (Weigersdorf) zum Jugendpfarrer und geistlichen Leiter in der Jugendarbeit des Kirchenbezirks. Jugendkoordinator Matthias Reffke (Guben) wurde für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Er soll den Jugendpastor organisatorisch entlasten und in den gesamtkirchlichen Gremien vertreten. Als Bezirksjugendvertreter wurde Friedrich Haaser (Weigersdorf) für 2 Jahre bestätigt. Als Diakoniebeauftragten wählte die Synode Pfarrer i.R. Peter Wroblewski (Guben) für eine Wahlperiode von sechs Jahren.

Der Antrag, Kirchenbezirkssynoden künftig jährlich stattfinden zu lassen, fand nicht die erforderliche Mehrheit. Die Synode beauftragte den Bezirksbeirat, eine Beschlussvorlage für eine Reihe von Ordnungsänderungen in den diversen Bezirksordnungen auszuarbeiten. 2018 soll darüber auf einer außerordentlichen Bezirkssynode beschlossen werden, da ohnehin Vertreter für die außerordentliche Kirchensynode zur Bischofswahl zu wählen sind.
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