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SELK: Finanztag im Kirchenbezirk Hessen-Süd

Oberursel, 20.3.2017 - selk - Der Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hielt am vergangenen Samstag seinen jährlichen Finanztag ab. In diesem Jahr hatte Bezirksrendant Steffen Wilde (Nidderau) Dr. Torsten Sternberg, Beauftragter für Fundraising der Evangelischen Landeskirche in Baden, als Referenten gewinnen können. 22 Teilnehmende waren der Einladung gefolgt, darunter sogar ein Gast aus einem Nachbarkirchenbezirk.

Nach einer Vorstellungsrunde, in der bisherige Fundraising-Erfahrungen benannt werden sollten, trug Sternberg viele Impulse als Einführung in das Fundraising ein. Er entwickelte das Thema unter dem Gesichtspunkt "Menschen für Menschen": "Geldgeben ist symbolisch für gewachsene Beziehung", so der Referent.

Für Sternberg fängt kirchliches Fundraising in der Interessenweckung für ein Projekt und die Kirchengemeinde an. Dabei war ihm die Fragestellung "Warum soll eine Person ausgerechnet für die Kirchengemeinde und nicht für Green Peace, den örtlichen Turnverein oder das Rote Kreuz spenden?" wichtig. Es gehe darum, die Menschen für die eigene Kirchengemeinde zu gewinnen: "Geht das mit einem 30 Jahre alten vertrockneten Benjamini im Eingang der Gemeinderäume?", fragte der Referent kritisch. Fundraising, eingebettet in ein Getriebe aus den Zahnrädern des Gemeindeaufbaus - wie zum Beispiel Mitarbeiterführung, Gebäudezustand, Öffentlichkeitsarbeit oder das Wecken von Emotionen - könne nur funktionieren, wenn alle Zahnräder am Laufen seien.

Anhand einiger Beispiele von Flyern, die in der badischen Kirche existieren, konnte der Referent anschaulich zeigen, worauf es ankommt, wenn Beziehungsarbeit geschehen soll. Ist die Überschrift "Kirchensteuer konkret" eines Erklärungsflyers zur Kirchensteuer mit Geldscheinen auf der Titelseite verlockender als "Was Sie uns anvertrauen" mit einem Kirchengebäude, das von Menschenhänden gehalten wird? Ebenso konnte Sternberg anhand eines Bittbriefes erklären, was zu beachten sei: "Der Leser überfliegt als erstes nur den Brief, deshalb ist es wichtig, die Schlüsselwörter hervorzuheben. Wenn das anspricht, dann wird der Brief komplett gelesen." Bei einigen Teilnehmenden wurde Erstaunen geweckt, dass das Postskriptum eine große Aufmerksam bei Leserinnen und Lesern hervorruft.

Mit einer aktiven Runde, in dem die Teilnehmenden mit Sätzen aus konkreten Rückmeldungen auf Spendenaufrufe konfrontiert wurden, startete der offene Austausch.

Der Kassenbericht 2016 des Kirchenbezirks gehörte ebenso zur Tagesordnung wie ein großer Zeitraum, der für Diskussionen zur Verfügung stand.

Die Teilnehmenden waren von dem Samstagvormittag durchweg sehr angetan. Als Folge dieser kurzen Einheit wurde verabredet, Sternberg im kommenden Jahr erneut - statt des jährlichen halbtägigen Finanztages dann zu einem Tagesseminar "Fundraising" - einzuladen.
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Ein Bericht von selk_news /
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